Im Laufe der Jahre sind viele bekannte Musikerinnen und Musiker als Solisten oder am Dirigierpult mit dem Ensemble Haar aufgetreten. Mit einigen der unten erwähnten Künstler kann das Orchester auf eine lange und vielseitige Zusammenarbeit zurückblicken
Winfried Grabe dirigiert das Ensemble Haar seit mehr als 25 Jahren und brachte zahlreiche Violinkonzerte als Solist mit dem Orchester zur Aufführung. Nachdem er sein Musikstudium an der Hochschule für Musik in München im Hauptfach Violine, und in Stuttgart beim Melos-Quartett im Fach Streichquartett abgeschlossen hatte, erweiterte er seinen musikalischen Horizont und setzte seine Studien fort im Dirigieren, Arrangier-und Instrumentationstechnik und Komposition. Er konzertiert als Solist und Kammermusiker und musiziert regelmäßig als Gast in Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Er dirigiert Symphonie-Konzerte, Opern und Werke für Kammerorchester. Als Komponist von Filmmusik hat Winfried Grabe eine Reihe von international erfolgreichen Filmen vertont.


Der Geiger Anton Barakovsky wurde in Novosibirsk geboren, wo er auch seinen ersten Geigenunterricht erhielt. Bereits mit 19 Jahren zog er erst nach Deutschland und dann nach New york, wo er an der Juillard School unter anderem von Itzakh Perlman unterrichtet wurde. Er ist Preisträger vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe, unter anderem des Joseph Joachim Violinwettbewerbs und des Tschaikowsky-Wettbewerbs. Von 2001 bis 2009 war Anton Barakhovsky Erster Konzertmeister des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, bis er Oktober 2009 seine Stelle als Erster Konzertmeister des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks antrat.
Jospeh Bastian feierte 2016 als Einspringer beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks einen sensationellen Einstand. Seither erhält er Einladungen zu renommierten Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, dem hr-Sinfonieorchester, dem SWR Symphonieorchester oder dem Sinfonieorchester Basel. Bis 2018 war er musikalischer Leiter des Abaco-Orchesters der Universität München sowie Bassposaunist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Seit der Saison 2023/2024 ist er Chefdirigent der Münchner Symphoniker.


Die 1984 in Novosibirsk geborene Pianistin Tatjana Chernichka studierte in ihrer Heimat Klavier am Michael Glinka Konservatorium, anschließend an der Hochschule für Musik und Theater München und am „Mozarteum“ in Salzburg. Sie ist Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbe und nahm als Solistin und Kammermusikerin an verschiedenen Festivals teil. Seit 2004 ist sie Stipendiatin der Yehudi Menuhin Stiftung „Live Music Now“, seit 2009 hat sie einen Lehrauftrag für Korrepetition an der Hochschule für Musik und Theater München.
Klaus Kämper studierte Violoncello am Robert Schumann Konservatorium in Düsseldorf. Seine Lehrer waren u.a. Johannes Goritzki und Rudolf Metzmacher. Er besuchte Meisterkurse bei Zara Nelsova, Sandor Vegh und Gregor Piatigorski. 15 Jahre lang war er Cellist des Cherubini Quartetts. Heute lebt er als freier Künstler in München, ist Mitglied des Voyager Quartetts und des Rubin Trios. Er konzertiert solistisch und als Gast in verschiedenen Kammermusik Ensembles.


Isabelle van Keulen, Geigerin und Bratscherin von Weltrang, ist schon lange als charismatische Künstlerpersönlichkeit auf allen Bühnen der Welt gefragt. 1984 gewann sie den Eurovision Young Musicians Wettbewerb. Seitdem tritt sie mit den bedeutendsten Orchestern auf, darunter den Berliner und den Londoner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Concertgebouw Orchester Amsterdam, dem Toronto Symphony Orchestra, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks und vielen anderen. Im Bereich der Kammermusik ist sie u.a. mit dem „Leopold String Trio“ tätig. Mit dem Pianisten Ronald Brautigam spielt sie seit über zwanzig Jahren erfolgreich Duo. Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet sie an der Musikhochschule Luzern.
Thomas Kiechle, 1976 in München geboren, war Jungstudent an der Hochschule für Musik und Theater München, spielte im Landes- und Bundesjugendorchester und war Preisträger bei „Jugend musiziert“. Bei der Gründung des Blechbläserensembles „Bavarian Chamber Brass“ wirkte er mit. Nach dem Studium in München und Karlsruhe erhielt er 1996 sein erstes Engagement bei der „Staatsoper unter den Linden“ in Berlin, als 2. Trompeter unter Daniel Barenboim. Seit September 2001 ist er Mitglied des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und hat einen Lehrauftrag für Trompete an der Hochschule für Musik und Theater München.


Der Cellist Sebastian Klinger ist einer der herausragenden Solisten und Kammermusikerer seiner Generation. Geboren in München und aufgewachsen in Spanien erhielt er mit sechs Jahren seinen ersten Cellounterricht und studierte später bei Heinrich Schiff und Boris Pergamenschikow. Neben zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen ist er Gewinner des deutschen Musikwettbewerbs. Ab 2004 war er Solocellist des BR Symphonieorchesters, bis er 2015 dem Ruf als Professor an die Hochschule für Musik Hamburg folgte, wo er seitdem eine erfolgreiche Celloklasse leitet.
Marita Matschke studierte in München und Graz. Beim Klavierwettbewerb in Finale Ligure wurde sie als jüngste Finalistin mit der Goldmedaille ausgezeichnet und erhielt den Siegfried – Gschwilm Preis Augsburg. Sie war Stipendiatin der Yehudi-Menuhin – Stiftung „Live music now“ und gibt Konzerte im In- und Ausland, als Solistin und auch im Bereich der Kammermusik. Beim Bayerischen Rundfunk hat sie mehrere Aufnahmen eingespielt.


Der Geiger Daniel Nodel, 1968 in Minsk geboren, wo er an einer Spezialschule für musikalisch begabte Kinder seinen ersten Geigenunterricht erhielt, studierte seit 1980 in Hannover, dann in Bloomington in den USA. 1993 bis 1998 war er festes Mitglied des Pittsburgh Symphony Orchestra, anschließend wechselte er zum Symphonieorchester des BR. Als Solist und Kammermusiker ist er in vielen Ländern tätig.
Natalie Schwaabe wuchs in Hong Kong auf und studierte u.a. bei Paul Meisen an der Musikhochschule München. Als 21-jährige wurde sie Soloflötistin der Münchner Symphoniker. Seit 1996 ist sie Flötistin und Piccolistin im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Neben ihrer regen Kammermusiktätigkeit spielt sie auch im Chamber Orchestra of Europe und im Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks. Sie hat einen Lehrauftrag für Piccoloflöte an der Musikhochschule München und ist eine international gefragte Solistin und Dozentin.


Der aus München stammende Geiger Florian Sonnleitner studierte in seiner Heimatstadt bei Gerhard Hetzel und Wolfgang Schneiderhahn. Er gewann Preise beim Deutschen Musikwettbewerb und beim ARD Wettbewerb, bevor er 1986 seinen Dienst als erster Konzertmeister im Symphoniekonzert des Bayerischen Rundfunks antrat. Darüber hinaus war er als Konzertmeister unter anderem im Bach Collegium München und im Kammerensemble Concertino München tätig, sowie Mitglied des Cuvilliés – Quartetts. Als Solist und Kammermusiker konzertierte Florian Sonnleitner auf allen Kontinenten und trat gemeinsam mit weltberühmten Musikern und unter namhaften Dirigenten auf.
Markus Wagner studierte in München und an der Juillard School of Music in New York. Er nahm an Meisterkursen berühmter Cellisten wie Yo Yo Ma, Heinrich Schiff, Paul Tortelier teil und wurde bei mehreren internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Konzertreisen führten ihn inzwischen durch ganz Europa, Israel, China und die USA und zu bekannten Musikfestivals. Markus Wagner ist Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik in Nürnberg.






